Kindheitstrauma verändert DNA bei einigen Opfern


Wir respektieren Ihre Privatsphäre. MONTAG, 3. Dez. 2012 - Auch Kinder, die in ihrem Leben traumatische Erlebnisse erleben, können verborgene Schäden erleiden - zu ihrer DNS, fanden deutsche Forscher.

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MONTAG, 3. Dez. 2012 - Auch Kinder, die in ihrem Leben traumatische Erlebnisse erleben, können verborgene Schäden erleiden - zu ihrer DNS, fanden deutsche Forscher.

Bei Kindern, die eine genetische Prädisposition haben, verursacht ein Trauma langfristige Veränderungen in der DNA, die eine Störung des Stresshormons verursachen können, so eine Pressemitteilung von Forschern des Max-Planck-Instituts Psychiatrie in München. Diejenigen, die von diesen Veränderungen betroffen sind, könnten im Laufe ihres Lebens weniger in der Lage sein, mit Stresssituationen fertig zu werden, die zu Zuständen wie Depression, posttraumatische Belastungsstörung oder Angststörungen im Erwachsenenalter führen.

Die Forscher untersuchten die DNA von fast 2.000 Menschen war als Erwachsene oder in der Kindheit wiederholt und schwer traumatisiert worden. Ein Drittel der Trauma-Opfer litt an einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Viele Krankheiten entstehen durch das Zusammenwirken einzelner Gene und Umwelteinflüsse bei Menschen, traumatische Ereignisse im Kindesalter sind aber auch Risikofaktoren für psychiatrische Erkrankungen Leben, Stress durch Trauma führt nicht notwendigerweise zu psychischen Störungen. Ob dies weitgehend von der genetischen Veranlagung des Individuums abhängt, argumentieren die Forscher aufgrund ihrer Ergebnisse.

Unter den von ihnen untersuchten Personen stieg das Risiko, eine psychiatrische Störung zu entwickeln, mit zunehmender Schwere des Missbrauchs nur bei denjenigen, die eine genetische Variante trugen im FKBP5-Gen. Das FKPB5-Gen bestimmt, wie effektiv eine Person auf Stress reagiert und somit das gesamte Stresshormonsystem beeinflusst. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass extremer Stress die FKBP5-Aktivität deutlich erhöhen kann.

"Die Folge ist eine permanente Dysregulation des Stresshormonsystems des Betroffenen, die letztlich zu psychiatrischen Erkrankungen führen kann", sagte Dr. med. Torsten Klengel. Co-Autor der Studie.

Ärzte und Wissenschaftler hoffen, dass diese Entdeckungen bei der Entwicklung neuer Behandlungsstrategien für traumatisierte Menschen helfen werden, und auch das öffentliche Bewusstsein für die Wichtigkeit des Schutzes von Kindern vor Traumata und ihren Folgen, laut zur Pressemitteilung.Letzte Aktualisierung: 12/3/2012

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